Die Krise in Afrika

Die Wilderei hat in den letzten Jahren in Afrika dramatische Ausmaße angenommen. Täglich werden bis zu hundert Elefanten getötet – abgeschlachtet von militärisch organisierten, hochgerüsteten Elfenbein-Syndikaten. Die ständig wachsende Bevölkerung zerstört zudem die Lebensräume der Dickhäuter. Und angesichts des Klimawandels ziehen die Wildtiere bei der Konkurrenz um schwindende Wasser- und Nahrungsressourcen gegenüber dem Menschen fast immer den Kürzeren.

Im Jahr 1900 zogen noch 10 Millionen Elefanten über die Savannen Afrikas. 2016 ist der Bestand auf ein Rekordtief von ca. 415 000 gesunken (Savannen- und Waldelefanten zusammen genommen). Und die Bestandszahlen schrumpfen weiter.

Angesichts der akuten Gefährdung der Elefanten mutet es grotesk an, dass gerade die stattlichsten und erfahrensten Tiere noch immer legal von Trophäenjägern erschossen werden dürfen. Auch Deutschland unterstützt die Trophäenjagd und fördert sie finanziell.

Um die Elefanten zu schützen setzen wir uns dafür ein, jeglichen Elfenbeinhandel weltweit und ohne Ausnahmen zu beenden – für immer. Ein weiteres Ziel ist es, Trophäenjagd und Wildfänge von Elefanten zu unterbinden und Perspektiven für ein konfliktfreies Zusammenleben von einheimischer Bevölkerung und Wildtieren zu entwickeln. Hierzu unterstützen wir Projekte vor Ort.

Die Karten zeigen die Verbreitung der beiden Arten Waldelefant und Savannenelefant zu Beginn des 19. Jahrhunderts und im Jahr 2012. Ein Klick auf die rechte Karte öffnet ein vergrößertes Bild mit Ländernamen (klicken Sie dann unten rechts auf das X, um die Vergrößerung zu schließen).

In den Daten, die die hier gezeigte Verteilung der Elefantenpopulationen ergeben, sind noch nicht die Verluste eingerechnet, die durch eine in diesem Jahrhundert beispiellose, industriell durchgeführte Abschlachtungswelle verursacht worden sind, die zu Beginn des zweiten Jahrzehnts in Ostafrika wütete. Viele der Elefantenbestände, die noch auf der Karte in den Jagdgebieten in und um den Selous in Tansania eingezeichnet sind, existieren heute nicht mehr. Eine 2016 mit großem Aufwand durchgeführte Zählung der Grauen Riesen in Afrika ergab eine Zahl von 415.000 ± 20.000. Darin eingerechnet sind angeblich 20.000 Elefanten, die sich in Namibia aufhalten sollen. Doch diese Zahl ist lediglich eine Schätzung der IUCN, denn Namibia hatte sich geweigert, an der Zählung teilzunehmen – belastbare Zahlen gibt es nicht. Im Land lebende Experten rechnen mit weniger als 10.000 Elefanten in Namibia.

Heute (2021) muss davon ausgegangen werden, dass die Zahl noch lebender Elefanten auf dem afrikanischen Kontinent unter 400.000 gesunken ist.

WEITERFÜHRENDE LINKS

Aktuelle Zahlen finden Sie hier:
www.greatelephantcensus.com/final-report/
www.iucn.org/ssc-groups/mammals/african-elephant-specialist-group

Ergebnisse des Great Elephant Census 2016:
www.iucn.org/content/african-elephant-status-report-2016-update-african-elephant-database

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